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sind enge Verwandte: Spitzer, Hubble,
Chandra und Compton. Familienname:
Weltraumgroßteleskope. Big Old Hubble war
lange der Star der Truppe, doch seit zwei
Jahren gibt's Spitzer. Und der sieht noch
mehr.
Ihre Geburt
verdankten die Weltraumgroßteleskope einer
wunderbaren Idee: Jedes Mitglied der Familie
sollte andere Stärken mitbringen. Und der
neueste Spion späht sogar durch
intergalaktische Nebelwolken, was bislang
keiner konnte.
Der berühmteste
Spitzer-Vorgänger Hubble ist Experte für
sichtbares Licht. Seine Optik "sieht“
wie unsere Augen, bildet Sterne, Galaxien
und Nebelwolken so ab, wie jeder Fotoapparat
sie aufnehmen würde, vorausgesetzt er hätte
eine ähnlich leistungsfähige Linse.
Compton war zuständig für die
Gammastrahlung, Chandra für die Röntgenstrahlung,
die von sterbenden Sternen, Schwarzen Löchern
und anderen kosmischen Gebilden ausgesandt
werden.
Ein neuer Star
der Familie
Als jüngstes
Familienmitglied wurde Spitzer im Jahr 2003
auf die Reise gebracht. Seine Aufgabe:
kosmische Wärmestrahlung aufnehmen. Dieser
Teil der elektromagnetischen Wellen kann die
Erdatmosphäre nicht durchdringen, ist also
von der Erde aus nicht zu beobachten. Doch
selbst die geringe Wärmestrahlung, die das
Teleskop in der Eiseskälte des Weltraums
noch entwickelt, würde die Beobachtungen stören.
Daher gleicht Spitzer eher einem überdimensionalen
Kühlschrank. Sämtliche
Beobachtungsinstrumente sind in einer Kühleinheit,
einem Helium-Kryostaten, verpackt, der die
Geräte bis fast zum absoluten Nullpunkt
herunterkühlt.
Nicht genug damit:
Selbst die Wärmestrahlung der Erde würde
stören, würde sich das Teleskop auf einer
Erdumlaufbahn befinden. Also kreist das
Teleskop wie die Erde in einer Umlaufbahn um
die Sonne. Reflektierende Schutzschilde
schirmen Spitzer von der wärmenden
Sonnenstrahlung ab.
So ausgestattet
kann das hochempfindliche Infrarotteleskop
in Regionen blicken, die den optischen
Teleskopen verschlossen wären.
Infrarotstrahlung durchdringt die
intergalaktischen Nebel, die viele Regionen
des Weltraums durchziehen und ermöglicht
den Blick ins Herz der Galaxien. Sterne,
deren Licht zu schwach leuchtet, als dass
sie von Lichtteleskopen gesehen werden könnten,
bleiben Spitzer nicht verborgen und selbst
extrasolare Planeten und die
Zusammensetzungen der riesigen Molekülwolken
im All werden von Spitzer entlarvt.
Spitzer sieht mehr
- die faszinierenden Bilder aus dem dunklen
Herz des Universums.
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